LJR: Abgeschlossene Projekte

MultiplikatorInnen- und Projektweiterbildung
Milieusensible Jugendarbeit

Das Milieumodell von Sinus Markt- und Sozialforschung GmbH gewinnt zunehmend an Bedeutung, um den Alltag und die Lebenswelten von jungen Menschen zu erklären. Insbesondere die Sinus-Milieustudie U27 „Wie ticken Jugendliche?“ hat große Popularität erreicht. Das Modell der Jugendmilieus ist für ehrenamtliche und hauptberufliche pädagogische Mitarbeitende attraktiv, weil es sich gut mit den eigenen Erfahrungen verbinden lässt. Es besteht ein großes Interesse, die Erkenntnisse aus der Milieuforschung in der Jugendarbeit umzusetzen.

In Baden-Württemberg gibt es Bedarf für qualifizierte Fachkräfte, die die Grundlagen, pädagogischen und praktischen Konsequenzen aus der Milieuforschung vor Ort vermitteln und anwenden können. Daher hat der Landesjugendring Baden-Württemberg eine bundesweit einmalige Weiterbildung angeboten, in der zwölf Fachkräfte der Jugendarbeit zu MultiplikatorInnen für Milieusensible Jugendarbeit ausgebildet wurden. Die Weiterbildung war verbunden mit der Durchführung innovativer Modellprojekte.

Die Weiterbildung wurde durchgeführt in Kooperation mit Sinus Markt- und Sozialforschung GmbH. Die Teilnahme an der Weiterbildung und die Modellprojekte wurde finanziell gefördert durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg.

Von September 2010 bis Dezember 2011 fanden zwölf Seminartage statt. Hinzu kam das Selbststudium mit ca. zehn Tagen und die Durchführung der Projekte. Die Ideen für die Projekte wurden gemeinsam in der Weiterbildungsgruppe entwickelt, wobei die Vorstände und Vorgesetzten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligt wurden. Die Zielrichtung der Projekte ergab sich aus der konkreten Situation im Verband und vor Ort, dabei konnte es sowohl um die Erschließung neuer Zielgruppen als auch um die Entwicklung neuer Angebotsformen und Strukturen gehen.

Beim Abschlusskolloquium am 2./3.12.2011 präsentierten die Teilnehmenden ihr Praxisprojekt und erhielten ihre Zertifikate.

„Die Sinus-Milieus sind das Ergebnis von 30 Jahren sozialwissenschaftlicher Forschung. Die Zielgruppenbestimmung von Sinus Markt- und Sozialforschung GmbH orientiert sich an der Lebensweltanalyse unserer Gesellschaft. Die Sinus-Milieus gruppieren Menschen, die sich in ihrer Lebensauffassung und Lebensweise ähneln. Grundlegende Wertorientierungen gehen dabei ebenso in die Analyse ein wie Alltagseinstellungen zur Arbeit, zur Familie, zur Freizeit, zu Geld und Konsum. Sie rücken also den Menschen und das gesamte Bezugssystem seiner Lebenswelt ganzheitlich ins Blickfeld.“ (Informationen zu den Sinus-Milieus ® 2009)
Finanzierung:
Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg

Laufzeit:
2010/2011

Backe, backe Bildung auf dem 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag vom 7. -9. Juni 2011 in Stuttgart

Kann man Bildung backen? Seit Jahren beschäftigt sich der Landesjugendring Baden-Württemberg mit der Kooperation von Jugendarbeit und Schule. Der Aufbau von Kooperationen hat zum Backen viele Parallelen: Beide leben von ihren Zutaten und von der Art der Zubereitung; beide gelingen mal besser und mal schlechter – Rezepte sind dabei hilfreich, doch muss jeder selbst rausfinden, was das beste Ergebnis bringt.
An unserem Stand beim 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag vom 7. Bis 9. Juni 2011 in Stuttgart gab es Rezepte für Kooperationen, aber auch echte Backerzeugnisse zu Gespräch und Pause.
Der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag ist Europas größter Fachkongress mit Fachmesse im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Der 14. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag stellte unter dem Titel „Kinder. Jugend. Zukunft: Perspektiven entwickeln – Potenziale fördern! das Aufwachsen junger Menschen, deren Förderung, Schutz und Teilhabe in den Mittelpunkt, verbunden mit den Fragen, wie die Potenziale junger Menschen gefördert und wie Benachteiligungen und soziale Ungleichheiten abgebaut werden können.

Finanzierung:
Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren und Kommunalverband für Jugend und Soziales BW

Landtagswahl 2011

Aktivitäten der politischen Bildung des Landesjugendrings Baden-Württemberg e.V.
Im Vorfeld der Landtagswahl am 27. März 2011 hat der Landesjugendring Jugendliche wieder zu verschiedenen Aktivitäten informiert, unterstützt und selbst zu Wort kommen lassen:
Auf 10 regionalen Zukunftskonferenzen haben Jugendliche die Möglichkeit bekommen, für sie wichtige Themen zu finden, Ideen und Wünsche zu entwickeln und untereinander und mit den LandtagskandidatInnen darüber zu diskutieren.
Die Ergebnisse werden in einem gemeinsamen Buch veröffentlicht und bei einer Abschlussveranstaltung im Landtag den neu gewählten Landtagsabgeordneten übergeben werden.
Wie 2009 schon bundesweit, sollten Kinder und Jugendliche bei der Jugendwahl U18 die Möglichkeit haben, einige Tage vor der Landtagswahl ihrerseits zu wählen. 30.000 Jugendliche habe sich bei der Jugendwahl beteiligt. Unter www.jugendwahl-bw.de gibt es alle Informationen rund um U18.
Die Wahlprüfsteine der Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten und des Landesjugendrings fühlen den Parteien, die im Land- und Bundestag vertreten sind, auf den Zahn: wie können die Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen erhöht werden? Wie wollen sie die Bildungschancen von jungen MigrantInnen verbessern? Wie würde eine nachhaltige Jugendpolitik aussehen, wenn sie in der Landesregierung wären? Diese und andere wichtige Fragen der Jugendpolitik haben die Parteien beantwortet.
Die Wahlprüfsteine können in der Geschäftsstelle des Landesjugendrings in gedruckter Form bestellt werden. Hier stehen sie als PDF zum Download zur Verfügung.
Unter www.waehl-bar.de hat der der Landesjugendring zur Landtagswahl am 27.März 2011 geblogt.
Barkeeper Nico servierte Kindern und Jugendlichen Interessantes rund um die U18-Jugendwahl in Baden-Württemberg, die Zukunftskonferenzen des Landesjugendrings, aber auch die neusten Umfrageergebnisse, Antworten der LandtagskandidatInnen auf jugendpolitische Fragen und vieles mehr.
An der virtuellen Theke kommentierte der Vorstand des Landesjugendrings das aktuelle Geschehen zur Wahl.

Finanzierung:
Ministerium für Jugend, Kultus und Sport BW, Jugendstiftung BW, Kommunalverband für Jugend und Soziales BW, Jugend in Aktion


Downloads zum Thema:

Wahlprüfsteine 2011

Modellprogramm zur Organisationsentwicklung der Verbände junger Menschen mit Migrantionshintergrund (VJM) auf Landesebene

Der Landesjugendring hat von Oktober 2007 bis Ende 2010 gemeinsam mit drei VJM ein Projekt zu deren Organisationsentwicklung umgesetzt. Beteiligt waren: Deutsche Jugend aus Russland Ba.-Wü., DIDF-Jugend Baden-Württemberg, Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland LV Ba.-Wü. Die Förderung kam aus dem Förderprogramm „Integration ausländischer Jugendlicher“ des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg.
Ziele waren die Weiterentwicklung, Professionalisierung und Anerkennung ihrer Arbeit im Hinblick auf eine Eingliederung in die Strukturen der Jugendarbeit. Dies sollte erreicht werden durch Unterstützung auf dem Weg zur Anerkennung als Träger der Jugendhilfe und zur Aufnahme in die Jugendringe sowie der Vermittlung von Fachwissen, Vernetzungsmöglichkeiten und Projektmittel.

Projektelemente waren:

  • Stärkung und Vernetzung ihrer landesweiter Strukturen – auch Kleinprojekte vor Ort
  • Prozessbegleitung als intensive Praxisberatung und Coaching
  • Qualifizierung: Seminare und Fortbildungen
Finanzierung:
Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg

Projekt „Vom schwierigen Umgang mit herausfordernden Kindern und Jugendlichen…“
Qualifizierung für JugendleiterInnen und FreizeitleiterInnen

Mädchen und Jungen mit herausforderndem Verhalten, die bei Angeboten der verbandlichen Jugendarbeit und auch bei Freizeiten der Jugendarbeit teilnehmen, können diese erheblich belasten, besonders wenn die Angebote rein ehrenamtlich geleitet werden.

Das beste Gruppenprogramm wird von zwei lustlosen Störenfrieden torpediert. Ein Diebstahl beschäftigt die gesamte Gruppe über Tage. Der Junge oder das Mädchen, der/das nie redet und kaum was isst, geht in der Gruppe völlig unter.

Häufig geht herausforderndes, schwieriges Verhalten mit materiellen und sozialen Benachteiligungen einher und wird durch diese verstärkt. Ehrenamtliche LeiterInnen von Gruppen, Freizeiten oder auch Projekten sind mit diesen Situationen überfordert, sie können keine professionellen PädagogInnen sein. Im Projekt „Vom schwierigen Umgang mit herausfordernden Jugendlichen…“ sollen Qualifizierungsmodule für ehrenamtliche Engagierte entwickelt und in Kooperation mit den Jugendverbänden angeboten werden, die auf solche Situationen vorbereiten. Der Landesjugendring will damit einen Beitrag leisten, um herausfordernden Jugendlichen besser begegnen zu können.

Im Rahmen des  Modellprojektes wurden bereits hunderte Ehrenamtliche vor Ort geschult. Nach dem Ende des Modellprojekts soll Wissen zum Umgang mit herausfordernden Kindern und Jugendlichen über die Verbände und Ringe vermittelt werden. Hierfür sollen die Verantwortlichen mit dem nötigen Know-how ausgestattet werden, so dass das Modellprojekt in eine nachhaltige Bildungsinitiative übergehen kann.

Bei  einem Fachtag am 3. Dezember 2010 erarbeiteten hauptamtliche MitarbeiterInnen gemeinsam mit ExpertInnen Konzepte, wie Ehrenamtliche auf derartige Herausforderungen reagieren können.

Finanzierung:
Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg,
KommLern! (Jugendstiftung BW)

Laufzeit:
2009 - 2010

Downloads zum Thema
Quests! Die Suche nach dem Umgang mit Herausforderungen – Das Spiel für Freizeitleiter-
Innenschulungen

Das können wir besser! Methodische Bausteine für die JugendleiterInnen- und FreizeitleiterInnen-Ausbildung zum Umgang mit herausfordernden Kindern und Jugendlichen

Kampagne „Sommerfeeling oder Lagerkoller – PolitikerInnen im Praxistest“

Logo Kampagne 2010Die Wette
Wir wetten mit den vier Fraktionen im Landtag von Baden-Württemberg, dass sie es nicht schaffen, symbolisch ein ganzes Zeltlager zu organisieren. Jede Fraktion gewinnt die Wette dann, wenn ein Drittel ihrer Abgeordneten Freizeiten der Kinder- und Jugendarbeit in Baden-Württemberg besucht haben. Beim Besuch einer Freizeit erhalten die Abgeordneten (MdL) ein solches Puzzleteil.


Die Eröffnung mit Pierre M. Krause
(SWR3)
Die Wette wurde bei einer Aktion im Landtag am 13. Juli geschlossen. 40 Jugendliche aus den Zeltlagerteams werden die Abgeordneten im Landtag besuchen und sie zu ihren Freizeiten einladen. Special Guest: Pierre M. Krause, SWR3 latenight

Der Sommer
Über 50 Abgeordnete trafen bei über 50 Zeltlagern und Freizeiten in ganz Baden-Württemberg Kinder und Jugendliche und unterzogen sich dabei dem Praxistest.

Der Abschluss
Am 30.  November 2010 bauten die Fraktionen ihre gesammelten Puzzle zusammen und hatten damit die Wette gegen den Landesjugendring gewonnen. Der Landesjugendring löste seinen Wetteinsatz ein und bekochte die Abgeordneten des Landtages in der Mittagspause mit einem frisch zubereiteten Gericht aus einer mobilen Küche im Haus der Abgeordneten.

Weitere Infos: www.ljrbw.de/kampagne2010

Finanzierung:
Aktion Mensch, Kommunalverband für Jugend und Soziales BW

Laufzeit:
2010

Praxisberatung Jugendarbeit-Schule

Bennis Bildungsbäckerei

Während des Zeitraums Januar 2008 bis Juli 2010 führte der Landesjugendring Baden-Württemberg e.V. (LJR), gefördert vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, das Projekt „Praxisberatung Jugendarbeit-Schule“ durch.
Ziel des Projektes war es, den Beitrag der verbandlichen Jugendarbeit im Bereich der Kooperation mit Schule sowie beim Ausbau der Ganztagesbildung auszubauen und zu stärken. Gerade für Träger der Jugendarbeit, die auf Freiwilligkeit, Selbstorganisation und Ehrenamtlichkeit setzen, stellen sich andere Herausforderungen als für andere außerschulische Partner.
Im Zentrum der inhaltlichen Arbeit standen Information, Begleitung und Beratung.
Regelmäßig wurden vom LJR „kooperation backstage“-Veranstaltungen durchgeführt, die einen Blick hinter die Kulissen bestehender Kooperationen ermöglichten. Darüber hinaus informierte der LJR im Rahmen des Projektes bei Fachtagen u.ä. auf Anfrage über aktuelle Entwicklungen im Themenfeld sowie über Klärungsprozesse des Selbst-, Bildungs- und Kooperationsverständnisses.
Eine Prozessbegleitung als intensive Praxisberatung konnten insbesondere Verbände und Ringe erfahren, die bisher noch keine bzw. schwierig verlaufene Erfahrungen mit Kooperationen gemacht haben.
Beim Fachtag „Rezepte für gelingende Kooperationen – Abschluss des Projekts Praxisberatung Kooperation Jugendarbeit – Schule am 8. Juli 2010 wurden die Ergebnisse und Erfahrungen der zu beratenden Projektteilnehmer präsentiert  und breit über die Thematik informiert.

Mehr Infos unter  www.ljrbw.de/kooperation
Finanzierung:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

Laufzeit:
Januar 2008 bis Juli 2010

Wahljahr 2009

Wahlen – ein zentrales politisches Element. Auch 2009 fallen Europa- und Kommunalwahl wieder zusammen, mit dem Wahltermin am 7. Juni. Im gleichen „Superwahljahr“ liegt nun auch noch die Bundestagswahl. Aus diesem Anlass nimmt der Landesjugendring seine doppelte Aufgabe wahr, einerseits für die Wahl als ein Instrument politischer Beteiligung zu motivieren und andererseits einen Rahmen zu schaffen, in dem junge Menschen ihre Positionen und Forderungen formulieren können.

Die Aktionen:

  • U18 - Eigene Bundestagswahl 2009 für alle unter 18
  • Deine Stimme im Vorfeld der Kommunalwahl 2009 - das „Online Voting“ im Jugendnetz Baden-Württemberg
  • Kommunale Bildungskonferenzen

Weitere Informationen dazu hier

Finanzierung:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Kommunalverband für Jugend und Soziales

Laufzeit:
2009

Wahlalter 14

Der Landesjugendring Baden-Württemberg fordert eine Absenkung des aktiven Wahlalters für Kommunal- und Landtagswahlen auf 14 Jahre. Diese Absenkung des Wahlalters muss von einer Verstärkung der schulischen und außerschulischen politischen Bildung flankiert und durch eine Verbesserung der gesellschaftlichen Partizipation junger Menschen ergänzt werden. Begründung:

  • Demographische Entwicklung: Zur Verschiebung der Relation zwischen den Generationen reicht eine Senkung um zwei Jahre nicht – darum Wahlalter 14!
  • Im „Kinderland Baden-Württemberg“ müssen Kinder und Jugendliche etwas zu sagen haben. Die Senkung des Wahlalters durch weitere wirksame Formen der Partizipation begleiten!
  • Die Relevanz von politischer Bildung steigt, der Gemeinschaftskundeunterricht kann mit Wahlen verbunden werden. Jugendliche wachsen in unser demokratisches System hinein.
  • Dass viele Jugendliche sich selber als noch nicht reif zum Wählen einschätzen, bringt deren Respekt vor der Wichtigkeit und Ernsthaftigkeit von Wahlen zum Ausdruck.
  • Junge Menschen, die am Wahltag gerade 17 sind, müssen 22 werden, bis sie zum ersten Mal an Landtagswahlen teilnehmen. Eine Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre würde bewirken, dass fast alle bis zum 18. Lebensjahr schon einmal gewählt haben.
  • Mit 14 beginnt die Religions- und Strafmündigkeit - der Staat traut Menschen in diesem Alter schon viel zu. Wer Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen muss, ist auch in der Lage, eine politische Wahlentscheidung zu treffen.

Beschluss der Vollversammlung des Landesjugendrings (pdf 100 KB)

Webseite www.waehlen-ab-14.de (ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bundesjugendring, dem Landesjugendring Baden-Württemberg sowie dem Bayerischen Jugendring).

Weniger Jugend – mehr Beteiligung?- Forschungsprojekt von LJR und KFH Freiburg
Wie wirkt sich der demographische Wandel auf die Interessenvertretung von Jugendlichen aus? In einem Forschungsprojekt fragte der Landesjugendring und die Katholische Fachhochschule Freiburg dazu Jugendliche zwischen 14 und 24 Jahren. Im Projekt „Weniger Jugend – mehr Beteiligung? Demographischer Wandel in jugendlichen Perspektiven“ konnten Jugendliche im Internet sagen, was sie von Beteiligungsformen wie Wahlen, Verbänden oder offenen Versammlungen halten. Wovon hängt es für Jugendliche ab, ob sie sich einbringen? Wollen sie mitbestimmen und wenn ja, wie? Ist eine Wahlaltersenkung ein richtiges Instrument? Brauchen wir eine andere politische Bildung?

Kurzfassung der Ergebnisse der Jugendbefragung des Landesjugendrings Baden-Württemberg 2008 (pdf 170 KB)

Wählen, alles beim Alten?- Eine Online-Arbeitshilfe zum Wahlalter
Politische Bildung und Beteiligung! Für viele Kinder und Jugendliche ein leerer Begriff, den es mit diesen Methoden zu füllen gilt. Wer Jugendliche mit dem Thema „Wahlalter 14“ bewegen möchte, muss oft erst einmal Grundsteine für ein politisches Verständnis und Denken legen.

Kinder und Jugendliche auf dem Weg zu mehr Mitbestimmung zu begleiten, heißt Kontakte zur Politik nutzen, das Thema in die Verbände tragen und die Schlüsselfunktion als Funktionsträger in den Entscheidungsgremien umsetzen.

Die Arbeitshilfe ist zu finden unter www.wahlalter.ljrbw.de

Finanzierung:
Kommunalverband für Jugend und Soziales
Jugendstiftung BW (ESF)

Laufzeit:
2006 - 2009

Tabakprävention und Nichtraucherschutz in der Jugendarbeit

Die Fachtagung „Aus den Augen, aus dem Sinn?!“ – Wege der Tabakprävention und des Nichtraucherschutzes in der Jugendarbeit fand am 11. Juli 2008 in Stuttgart statt. Ausrichter der Fachtagung waren die Aktion Jugendschutz, die Arbeitsgemeinschaft der Jugendfreizeitstätten und der Landesjugendring Baden-Württemberg e.V.

Seit 2007 gibt es aufgrund veränderter gesetzlicher Regelungen in verschiedenen Lebensbereichen Rauchverbote sowie Maßnahmen zur Förderung des Nichtraucherschutzes. Das Landesnichtraucherschutzgesetz (LNRSG), das vor den Gefahren des Passivrauchens schützen will, betrifft auch die Einrichtungen der Jugendarbeit: Seit 1. August 2007 ist in Baden-Württemberg das Rauchen in Jugendhäusern untersagt. Außerdem dürfen Jugendliche vor dem 18. Lebensjahr seit dem 1. September in der Öffentlichkeit nicht mehr rauchen. Diese Änderung des Jugendschutzgesetzes betrifft sowohl die verbandliche als auch die offene Jugendarbeit.

Ziel der Fachtagung war es, über die Motive des Tabakkonsums von Kindern und Jugendlichen zu informieren sowie praxisorientierte Möglichkeiten der Tabakprävention aufzeigen. Die Ergebnisse aus der Fachtagung sind in der Dokumentation zusammengefasst. Wir möchten damit weitere Impulse für die Jugendarbeit geben.

Die gesetzlichen Grundlagen des Landesnichtraucherschutzgesetzes und des Jugendschutzgesetzes auf einen Blick enthält der Flyer „Jung, engagiert, rauchfrei!“.

KjG macht Kinder stark - Filmwettbewerb zum Thema Nichtrauchen

Am Filmwettbewerb der Katholischen Jungen Gemeinde (KjG) konnten Gruppen mit Kindern und Jugendlichen bis 15 Jahren teilnehmen. Dazu hatten sie die Aufgabe einen Film zum Thema "Rauchen - wir sind dagegen" zu drehen und ihn an die KjG zu schicken. Die Idee zu diesem Wettbewerb war 2008 auf dem Kinderkongress der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) entstanden. Über 110 Kinder und Jugendliche aus der ganzen Diözese hatten eigenständig zwölf Filme gedreht. Auf einer kindgerechten Oscar-Feier wurden die ersten fünf Plätze bekannt gegeben und honoriert.
Die Filme können hier im Netz angeschaut werden.
Der Filmwettbewerb wurde im Rahmen des Projektes Nichtraucherschutz des Landesjugendrings Baden-Württemberg vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren gefördert

Finanzierung:
Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg

Laufzeit:
April 2008 bis Oktober 2009

Downloads zum Thema:

Dokumentation des Nichtraucherfachtages (pdf 900 KB)

Jung, engagiert, rauchfrei! Die gesetzlichen Grundlagen auf einen Blick (pdf 3,5 MB)

Kampagne „Entdecke was geht – Politik trifft Jugendarbeit“

Politische EntscheidungsträgerInnen in Baden-Württemberg besuchen Jugendverbände und –ringe! Begegnungen zwischen Politik und Jugendarbeit sind immer spannend. Die Kampagne „Entdecke was geht – Politik trifft Jugendarbeit“ brachte PolitikerInnen und Jugendliche in Kontakt. Wie gut wissen die PolitikerInnen über die Jugendarbeit im Land Bescheid? „Entdecke was geht“ qualifizierte PolitikerInnen in Sachen Jugendarbeit und die Jugendlichen konnten von den PolitikerInnen lernen. Im Rahmen der Kampagne nahmen die politischen EntscheidungsträgerInnen an Veranstaltungen der Jugendarbeit vor Ort teil, bei mindestens einer Veranstaltung waren sie als FachreferentInnen gefragt und gefordert. Wer im Rahmen der Kampagne drei Veranstaltungen von Jugendgruppen besucht hat, erhielt die JuPoCa, die JugendpolitikerInnenkarte. So wie die Juleica Jugendliche für die Leitung einer Jugendgruppe qualifiziert, so ist die JuPoCa ein Nachweis erworbener jugendpolitischer Erfahrung und Kompetenz. Der Inhaber oder die Inhaberin der JuPoCa ist für die Interessensvertretung der jungen Generation und der Jugendarbeit in der Politik qualifiziert. Die Verleihung der JuPoCa erfolgte am 4. Dezember 2008 bei der Abschlussveranstaltung im Landtag von Baden-Württemberg.

Mehr Infos unter www.kampagne08.ljrbw.de

Finanzierung:
Aktionsbündnis für mehr Jugendbeteiligung

Laufzeit:
2008

„Vielfältig Freiwillig“

Ziel des Projektes „Vielfältig Freiwillig - Interkulturelle Öffnung durch den Aufbau von Kontakt- und Informationsstellen für Freiwilligenengagement“ war es, Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund sowie ihre haupt- und ehrenamtlichen UnterstützerInnen für verschiedene Formen des Freiwilligenengagements zu begeistern und zu qualifizieren. Die Kreisjugendringe Esslingen, Rems-Murr, Tuttlingen und Zollernalb haben mit Hilfe weiterer Geldgeber trägerübergreifend insgesamt sechs Kontakt- und Informationsstellen für Freiwilligenengagement aufgebaut. Der LJR hat die Dokumentation der Ergebnisse in einer Publikation begleitet.
Finanzierung:
Kommunalverband für Jugend und Soziales

Laufzeit:
Nov. 2005 bis Dez. 2007

Downloads zum Thema:

Vielfältig freiwillig

Jugend im WertAll - Wertekommunikation in der außerschulischen Jugendbildung

Den eigenen Weg zu finden im weiten All der Werte ist existentiell für die Persönlichkeitsentwicklung von jungen Menschen. Das Programm „Jugend im WertAll“ unterstützte Jugendliche bei ihrer Suche nach Sinn und Orientierung. Das Projekt der Landesstiftung Baden-Württemberg hatte eine Laufzeit von September 2003 bis August 2007; der Landesjugendring war mit der Projektorganisation beauftragt.
Die einzelnen Projekte, sowie Hintergründe zu Werten und Wertekommunikation sind ausführlich auf www.wertall.de dargestellt.

Finanzierung:
Landesstiftung Baden-Württemberg

Laufzeit:
Sept. 03 - Aug. 07

Logo Wertall

www.wertall.de

Projekt und Arbeitshilfe Mädchenarbeit und Schule

Im Feld der Kooperation von Jugendarbeit bzw. Jugendhilfe und Schule gibt es bisher eher wenig Mädchenprojekte. Die an den Mädchenprojekten beteiligten Fachfrauen berichten aber von sehr gelungenen und zukunftsweisenden Modellen und für beide Seiten gewinnbringenden Ergebnissen. Auch die Persönlichkeitsentwicklung von Mädchen wird durch Kooperationsprojekte sehr gestärkt. Die von Landesjugendring, Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten, LAG Mädchenpolitik und Akademie der Jugendarbeit gemeinsam herausgegebene Arbeitshilfe hat zum Ziel, Zugänge zu Kooperationsprojekten darzustellen, zu Kooperationen zu motivieren und die Bedingungen für gelungene, gewinnbringende Projekte herauszuarbeiten. Dazu wurden ausgewählte Beispiele von gelungenen Mädchenprojekten in Kooperation mit Schulen auf den Gewinn für die einzelnen Mädchen und die verschiedenen Arbeitsbereiche evaluiert. Die Ergebnisse dieses kleinen Forschungsprojektes bilden den Kernteil der Arbeitshilfe.
Am Beginn der im Oktober 2007 erschienenen Arbeitshilfe steht mit zwei wissenschaftlichen Aufsätzen eine theoretische Einführung ins Thema. Prof. Dr. Monika Barz (Evangelischen Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg) zeigt den Nutzen von Kooperation aus Sicht der Mädchenarbeit auf, die Sicht der Schule beschreibt Dr. Katja Kansteiner-Schänzlin (Abteilung Schulpädagogik des Erziehungswissenschaftlichen Instituts der Universität Tübingen). Im Anschluss werden im praxisorientierten Kernteil der Arbeitshilfe elf ausgewählte Kooperationsprojekte von Mädchenarbeit und Schule dargestellt. Jedes steht für eine spezifische Dimension von Gewinn, den die Mitarbeiterinnen, die Träger, die Schule und die Mädchen durch das Projekt erlebten und erleben. Verbunden wird dies mit resümierenden Handlungsempfehlungen. Der kommentierte Serviceteil rundet die Arbeitshilfe ab.

Finanzierung:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

Laufzeit:
2006/2007

Downloads zum Thema:
Die Arbeitshilfe kann unter „Publikationen“ bestellt werden und steht außerdem als Download bereit.

Bildungskoordination im kommunalen Raum

Anliegen des Projektes war es, die Entwicklung von Kooperationen zwischen Trägern der Jugendarbeit, Schulen und weiteren außerschulischen Partnern sowie die Koordination dieser Zusammenarbeit zu begleiten. Dazu sollte an mehreren Projektstandorten die Entwicklung von Bildungs- und Betreuungskonzepten sowie von ganztägigen Modellen untersucht werden. Sozialräumliche Aspekte sollten berücksichtigt werden.
Ausgesucht wurden drei Modellsituationen, von denen eine landkreisweit agierte und drei lokale Teilprojekte in den Gesamtzusammenhang einbrachte: Der Stadtjugendring Leinfelden-Echterdingen, das Evangelische Stadtjugendwerk Reutlingen und der Kreisjugendring Esslingen (mit drei Teilprojekten). Dadurch konnten letztendlich Erkenntnisse aus unterschiedlichsten Situationen und zu den verschiedenen Ebenen gewonnen werden. Alle Modellsituationen wurden intensiv vom Projektträger Landesjugendring begleitet und führten unter wissenschaftlicher Anleitung des Zentrums für Kinder- und Jugendforschung der Evangelischen Fachhochschule Freiburg eine Selbstevaluation durch. Die Ziele und Methoden wurden von den Bildungs-Akteuren vor Ort selbst bestimmt. Die Ergebnisse des Selbstevaluationsprozesses flossen in die Gesamtauswertung des Projekts ein. Das Projekt wurde von einem landesweit besetzten Projektbeirat unterstützt.
In allen Modellsituationen ist die Frage der „Bildungskoordination“, also die Frage danach, wie die Kooperationen zwischen den Trägern geplant, gestaltet und gesteuert werden, zentral geswesen. Dabei wurde deutlich, dass dies ein sehr wichtiges und künftig zunehmend relevantes Themas ist. Gelungene Bildungsbiographien von Kindern und Jugendlichen können nur in gemeinsamen Anstrengungen der verschiedenen Bildungsträger erreicht werden. Im Projektverlauf konnten grundlegende Erkenntnisse über Voraussetzungen und Gelingensfaktoren einer Bildungsvernetzung gewonnen werden. Die Ergebnisse unterstützen Bildungsverantwortliche in ihren Aufgaben, Bildungsangebote entsprechend den sich gesellschaftlich wandelnden Anforderungen zu gewährleisten.
Die Projektergebnisse wurden beim Fachkongress „Bildungspartnerschaft in der Entwicklung“ am 22. Oktober 2007 mit einem breiten Publikum diskutiert (Zur Dokumentation des Fachkongresses).
Die Ergebnisse des Projektes „Bildungskoordination im kommunalen Raum“ wurden in der Arbeitshilfe „Vom Pausenfüller zum Bildungsnetzwerk“ aufbereitet veröffentlicht. Die Arbeitshilfe kann in der Rubrik „Service / Publikationen“ bestellt werden und steht im Kasten rechts zum Download bereit.

Finanzierung:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

Laufzeit:
Sept. 2005 - Aug. 2007

Downloads zum Thema:

Vom Pausenfüller zum Bildungsnetzwerk
(pdf 3,4 MB)

Gesundheit beginnt im Kopf – Gesundheit in der Jugendbildung

Was hat Jugendarbeit mit Gesundheit zu tun? Das kommt in erster Linie darauf an, wie man Gesundheit definiert. Wer bei der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist erster Linie an Masern und Schnupfen denkt, der findet nur wenige Berührungspunkte. Wer jedoch einen weiteren Begriff von Gesundheit hat, der alle Bereiche der Lebensführung einbezieht und das Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele meint, sieht deutliche Parallelen zum Bildungsauftrag der Jugendarbeit.

Mit dem Projekt Gesundheitsbildung förderte der Landesjugendring Baden-Württemberg Kinder und Jugendliche, Ehren- und Hauptamtliche in Jugendorganisationen, sich mit dem eigenen Körper, dem Selbstwertgefühl und den eigenen Grenzen auseinander zu setzen. Die Entwicklung eines positiven und realistischen Selbstbildes und Körpergefühls unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede spielte dabei eine wichtige Rolle. Durch das Schaffen entsprechender Rahmenbedingungen können die Träger die Gesundheitserziehung der TeilnehmerInnen maßgeblich mit beeinflussen. Im Rahmen des Projekts wurden Einzelprojekte durchgeführt, die aufzeigen, wie Jugendbildung zur Gesundheitserziehung beitragen kann. Innerhalb der Einzelprojekte wurden Methoden und Bausteine in den verschiedensten Bereichen – Ernährung, Bewegung, Entspannung, Schönheit etc. – entwickelt und ausprobiert. Diese Methoden sind in der Arbeitshilfe „Mehr als Dauerlauf und Salat“ zusammengestellt, die im Sommer 2007 erschienen ist

Finanzierung:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Laufzeit:
Oktober 2005 bis September 2007

Downloads zum Thema

Arbeitshilfe „Mehr als Dauerlauf und Salat“ (pdf 13,1 MB)

Präsentation Gesundheitsbildung (pps 396 kB)

Präsentation Alkohol (pps 426 kB)

Materialien zum Infektionsschutz gibt es im Jugendarbeitsnetz

Artikel zum Projekt (pdf 59 kB)

Abschlussbericht zum Projekt (pdf 45 kB)

Gender Mainstreaming im Landesjugendring

Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt. Im Amsterdamer Vertrag haben sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union 1999 zu einer aktiven Gleichstellungspolitik im Sinne des Gender Mainstreaming verpflichtet. Gender Mainstreaming funktioniert nur, wenn möglichst viele Organisationen diesen Ansatz zum Prinzip ihres Handelns machen.

Der Landesjugendring führte in den Jahren 2003 bis 2007 einen Gender Mainstreaming Prozess durch. Als Ergebnis des Gender Mainstreaming Prozesses wurden unterschiedliche Instrumente entwickelt, die die Verankerung des Querschnitts in der laufenden Arbeit sicherstellen sollen. Damit werden die Genderziele des Landesjugendrings umgesetzt:

• Auf allen Ebenen sind Frauen und Männer gleichermaßen vertreten und aktiv.
• Die Verantwortung für Geschlechterdemokratie liegt selbstverständlich und verbindlich bei Frauen und Männern.
• Der Aspekt Geschlecht wird frühzeitig in alle Entscheidungen und Maßnahmen einbezogen.
• Frauen und Männer im LJR verfügen über Genderkompetenz.

In der Arbeitshilfe „Einfach anfangen. Die Einführung von Gender Mainstreaming in einer Jugendorganisation“ sind der Prozess und die Instrumente so aufbereitet, dass sie auf andere Jugendorganisationen übertragbar sind.

Finanzierung:
Kommunalverband für Jugend und Soziales

Laufzeit:
2003/2007

Downloads zum Thema

Einfach anfangen
(pdf 2,8 MB)
Die Einführung von Gender Mainstreaming in einer Jugendorganisation

Juleica-Evaluation

Der Landesjugendring hat in Kooperation mit der Berufsakademie Stuttgart seit 2006 eine landesweite Evaluation durchgeführt, bei der folgende Leitfragen im Mittelpunkt standen:

  • Wie sehen die (überverbandlichen) Ausbildungsinhalte und deren Vermittlung aus?
  • Welche Ausbildungsinhalte benötigen die (meist jugendlichen) Teilnehmenden für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen?
  • Wie bewerten die Teilnehmenden selbst ihre Ausbildung zur/zum JugendleiterIn?
  • Worin liegen die Unterschiede der Ausbildung der Jugendverbände zu den
    Jugendringen?
  • Welche Standards sollte die JULEICA-Ausbildung zukünftig berücksichtigen?

Auf dem Fachtag am 22. Februar 2008 in Stuttgart hat Frau Prof. Dr. Susanne Schäfer-Walkmann in ihrem Vortrag „Juleica – Mythos und Wirklichkeit“ die Ergebnisse der Evaluation vorgestellt, welche die Basis der Diskussion auf dem Fachtag bildeten. Die Ergebnisse der Evaluation sind in der Broschüre „Juleica – Eine Evaluationsstudie für Baden-Württemberg“ dokumentiert.

Neben diesen Erkenntnissen wurden aktuelle Themen für die Qualifizierung ehrenamtlich Engagierter in Workshops vorgestellt!

Infos zu den Workshops:

Finanzierung:
Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg, Kommunalverband für Jugend und Soziales

Laufzeit:
2006/2007

Downloads zum Thema

„Juleica – Eine Evaluationsstudie für Baden-Württemberg“
(pdf 1,13 MB)

Integration ausländischer Jugendlicher

Der LJR konnte in den Jahren 2005/2006 Projekte zur „Integration ausländischer Jugendlicher“ fördern. Schwerpunke lagen auf den Bereichen: Öffnung kommunaler Jugendringe, Interkulturelle Schulungen und Unterstützung der MigrantInnenorganisationen.

Finanzierung:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Laufzeit:
2005/2006

Downloads zum Thema
Projektbeschreibung

Bauplan Zukunft – Damit die Jugend nicht alt aussieht!

Die Folgen des demographischen Wandels für die Gesellschaft sind noch nicht absehbar. Sie werden das Leben der jüngeren Generation in Zukunft stark prägen.
Der Landesjugendring und seine Mitgliedsorganisationen haben Möglichkeiten und Orte der inhaltlichen Beschäftigung mit der komplexen Thematik geschaffen. Hierbei ging es sowohl um die inhaltliche Auseinandersetzung unter Jugendlichen als auch um den Dialog zwischen den Generationen.
Wichtigstes Ziel der Initiative war es, das Thema auf den Tisch und in die Diskussion zu bringen und die Arbeit der Enquete-Kommission „Demographischer Wandel – Herausforderung an die Landespolitik“ des Landtags Baden-Württemberg (2004-2006) zu begleiten und bekannt zu machen. Hierfür wurden die „Die jungen Thesen zur Zukunft“ als Diskussionsanstoß, eine Arbeitshilfe und ein Postkartenset zur Verfügung gestellt. In der Vollversammlung am 25. März 2006 wurde das Positionspapier zum Bauplan Zukunft verabschiedet
Zum Beginn und Abschluss des Projekts wurden Veranstaltungen im Landtag mit PolitikerInnen und jungen Menschen aus der Jugendarbeit organisiert und der Bauplan Zukunft als Handlungsleitlinie der Politik übergeben. Im Verlauf des Projekts haben außerdem 11 regionale Bauplankonferenzen stattgefunden.
„ Bauplan Zukunft“ ist damit ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von jugendpolitikischem Engagement und politischer Bildung.

Weitere Informationen und die Publikationen zum Projekt unter www.bauplan-zukunft.ljrbw.de

Finanzierung:
Kommunalverband Jugend und Soziales, Jugendstiftung, Eigenmittel

Laufzeit:
2005/2006

Logo Bauplan Zukunft

www.bauplan-zukunft.ljrbw.de

Bausteine zur Kooperation von Jugendarbeit und Schule

Das Projekt „Bausteine zur Kooperation von Jugendarbeit und Schule“ im Rahmen des vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport finanzierten Modellprogramms Jugendarbeit und Schule 2004 hatte eine Gesamtlaufzeit von einem Jahr von Juli 2004 bis Juli 2005. Ziel des Projektes war es, Erkenntnisse über eine erfolgreiche dauerhafte Verankerung von Kooperationen zwischen Jugendarbeit und Schule in mehreren Modellprojekten zu gewinnen.
Im Rahmen der Bausteine wurden neun Beispielprojekte gefördert, begleitet und evaluiert. Es wurden möglichst unterschiedliche Projekte ausgesucht, die sich von Lörrach bis nach Aalen erstreckten, die Kooperationsansätze auf verschiedenen Ebenen hatten und sich durch ihre Inhalte unterschieden.
Durch das Zentrum für Kinder- und Jugendforschung an der Evangelischen Fachhochschule in Freiburg wurden die Projekte begleitet und evaluiert. Dies und die Begleitung durch die Projektleiterin boten den Antragstellern die Weiterentwicklung eigener Konzepte zur Kooperation von Jugendarbeit und Schule. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung wurden in einer Dokumentation mit dem Titel „Vom Projekt zur Partnerschaft“ veröffentlicht.
Durch die Präsentation beim Fachtag „Vom Projekt zur Partnerschaft“ am 11. Juli 2005 in Karlsruhe, an dem 140 Personen teilnahmen, konnten die Ergebnisse breit diskutiert werden.
Im Rahmen des Projektes wurden Punkte herausgearbeitet, die zentral für eine nachhaltige Kooperation sind. So gilt es Struktur- und Kulturunterschiede zu überwinden und eine „Kultur gegenseitiger Wertschätzung“ zu entwickeln. Wichtig ist die Bereitstellung und dauerhafte Sicherung ausreichender Ressourcen für die Kooperation.
Das dritte Standbein gelungener Kooperation bildet die Sicherung der strukturellen Klarheit und der Kontinuität der engagierten Personen.

Finanzierung:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

Laufzeit:
2004/2005

Partizipationsprojekt „Gelingende Beteiligung vor Ort“

Der Landesjugendring arbeitete am Partizipationsprojekt „Gelingende Beteiligung vor Ort“ mit, bei dem die Akademie der Jugendarbeit in Kooperation mit weiteren Trägern die Federführung hatte.
Ziel des Partizipationsprojektes war es, fördernde und hinderliche Bedingungen von Partizipationsprozessen näher zu betrachten. Bei der Entwicklung der Qualifizierungsangebote in Kooperation mit den Bildungsstätten in Baden-Württemberg sollte ein regional- und kommunalbezogenes Angebot den MultiplikatorInnen aus Jugendarbeit, Politik und Verwaltung zur Verfügung gestellt werden.
Im Rahmen des gesamten Partizipationsprojektes haben wir jedoch die zentrale Erfahrung gemacht, dass die Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen derzeit "kein" Thema in den baden-württembergischen Kommunen ist. Ein Grund hierfür mag sein, dass aufgrund der finanziellen Situation der Kommunen Partizipationsprozesse nicht mehr ideel und finanziell gefördert werden. Vor diesem Hintergrund wurden die Qualifizierungsangebote sehr begrenzt in Anspruch genommen.

Weitere Informationen zum gesamten Projekt und zum Thema „gelingende Beteiligung“ ist unter www.gelingende-beteiligung.de zu finden.

Finanzierung:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

Laufzeit:
2003-2005

Offensive Jugendbildung

Ziel des von einem breit angelegten Trägerverbund durchgeführten Projektes war es, die Bildung der Jugendarbeit verstärkt ins öffentliche und fachliche Bwußtsein zu rücken.
Die Federführung lag bei der Akademie der Jugendarbeit.
Schwerpunkte:

  • Öffentlichkeitsarbeit für die Bildungsleistungen der Jugendarbeit, Materialien für die eigene Positionierung
  • Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen zur breiten Sensibilisierung von MitarbeiterInnen;
  • Analyse und Beschreibung der Bildungsleistungen in der Jugendarbeit mithilfe von Expertisen, Evaluationen und Praxisforschungsvorhaben in enger Kooperation mit WissenschaftlerInnen aus Forschung und Lehre.
Die ausführliche Dokumentation der Offensive steht auf der Homepage der Akademie der Jugendarbeit zum Download bereit (2,2 MB).

Finanzierung:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

Laufzeit:
2003/2004