AnpsprechpartnerInnen
Gerlinde Röhm
roehm@ljrbw.de
Finanzierung:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg
Laufzeit:
Oktober 2006 - September 2009
Downloads zum Thema
siehe Publikationen
LJR: Projekte
Integrationsoffensive der Kinder- und Jugendarbeit in Baden-Württemberg
Ein Kooperationsprojekt des Landesjugendrings Baden-Württemberg e.V und der Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Baden-Württemberg e.V. zur Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund.
Im Jahr 2010 wird die Hälfte aller Menschen unter 40 Jahren in Großstädten unterschiedlichste kulturelle, ethische und religiöse Hintergründe haben. Die Kinder- und Jugendarbeit leistet seit Jahren einen wichtigen Beitrag zur Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund und zur Begegnung zwischen den Kulturen. Die Arbeit vor Ort braucht Unterstützung sowohl durch finanzielle Förderung als auch durch entsprechende flankierende Angebote wie Qualifizierung, Netzwerkbildung und Beratung. Unser Bestreben ist es, die Chancen und Perspektiven der interkulturellen Kinder- und Jugendarbeit für die Gesellschaft herauszustellen und auch längerfristig angelegte Projekte zu fördern. Das Programm beinhaltet vier Bausteine:
a. Projekte vor Ort
Nachhaltige Projekte der interkulturellen Öffnung in der offenen
und verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit:
Die AnsprechpartnerInnen der Projekte vor Ort werden KooperationspartnerInnen
der Integrationsoffensive und sprechen ihr Projekt mit der AGJF Projektfachstelle
ab. Dabei wird abgeklärt, wie die einzelnen Bausteine umgesetzt werden
können und welcher Beratungs- und/oder Fortbildungsbedarf besteht.
Es wird angestrebt, dass mit der Projektförderung auch die haupt-
oder ehrenamtlichen MitarbeiterInnen interkulturell geschult werden. Die
Projektfachsstelle hält entsprechende Qualifizierungsangebote vor.
b. Vernetzung
Die Förderung von Kooperationsbeziehungen vor Ort ist nach den Erfahrungen
der vergangenen Jahre ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Nachhaltigkeit
von Projekten. Wichtig ist dabei die Vernetzung auf Landesebene. Sie wird
von der Projektfachstelle organisiert.
c. Qualifizierung
Die Projektfachstelle klärt mit den Projekten vor Ort, welcher Qualifizierungsbedarf
in Sachen interkultureller Arbeit notwendig ist. Dabei kommt es vor allem
darauf an, Qualifizierungsbausteine bedarfsgerecht und dezentral anzubieten.
Die Palette der möglichen Qualifizierungen ist reichhaltig: Bestellseminare,
klassische Projektberatung oder auch längere Fortbildungsangebote.
d. Öffentlichkeitsarbeit
Wir wollen interkulturelle Arbeit in der öffentlichen Meinung positiv
besetzen. Dabei setzen wir auf die Mitarbeit unserer KooperationspartnerInnen
in den Bereichen Internetauftritt, Kontakt zur Landes- und Lokalpolitik
und Pressearbeit vor Ort. Angestrebt ist auch, einzelne, besonders erfolgreiche
Projekte in den Landesmedien zu präsentieren.
Die geförderten Projekte sollen nachhaltig angelegt sein. Es soll vor allem auch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Einrichtungen und Organisationen gefördert werden. AGJF und LJR suchen daher Kooperationspartner vor Ort, die bereit sind, ihre Kräfte in gemeinsamen Aktivitäten zu bündeln und die bereits eine Idee haben oder diese mit uns gemeinsam entwickeln wollen. Denkbar sind neue Konzeptionen für eine interkulturelle Öffnung der eigenen Organisation wie beispielsweise der Jugendringe oder Jugendhäuser, Film- und Fotoprojekte, Wettbewerbe, Feste, Sport- oder Musikevents, gegenseitige Besuche und vieles mehr. Gefördert werden Projekte mit Kosten bis zu einer maximalen Höhe von € 8.000,-. Eine kommunale Kofinanzierung ist erwünscht, aber keine Bedingung. Die Bereitschaft zur Mitarbeit bei der Evaluation setzen wir voraus.
Kurz gesagt: Wir fördern Institutionen, die sich im Bereich Interkultur und Integration neue Wege erschließen wollen, dabei zusammen mit anderen Partnern vor Ort ein konkretes Projekt umsetzen wollen und auf konzeptionelle Hilfe angewiesen sind. Wir unterstützen finanziell und mit Qualifizierungsangeboten beispielsweise zum Thema interkulturelle Arbeit oder im besonderen Feld des Projektmanagements im interkulturellen Kontext. Wichtig ist uns noch, die Öffentlichkeitsarbeit und die Mitarbeit an der Evaluation im Blick zu haben.
Teilnehmen können: Kooperationspartner sind Einrichtungen der offenen und verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit, der Jugendringe und der MigrantenInnenselbstorganisationen.
Zielgruppe der Projekte sind Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund von 8-26 Jahren und MultiplikatorInnen in der Kinder- und Jugendarbeit.
Die Offensive läuft im Rahmen des Förderprogramms „Integration ausländischer Jugendlicher“ des Kultusministeriums und des Sozialministeriums. Die Federführung liegt bei der AGJF. Es gibt eine Projektfachkraft (Daniel Mouratidis) und einen Beirat. Alle Infos finden Sie auf der Internetseite www.integrationsoffensive.de, Ansprechpartnerin beim Landesjugendring ist Gerlinde Röhm (roehm@ljrbw.de).
Integration junger MigrantInnen – Modellprojekt 2004-2006
Abgeschlossene Projekte im Rahmen des Förderprogramms “Integration ausländischer Jugendlicher“ des Landes bis 2006 als Download (pdf-Datei)