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LJR: Interkulturelles
Eine offene und pluralistische Gesellschaft kann nur gemeinsam gestaltet
werden.
Die Jugendarbeit in Baden-Württemberg ist bunt und vielfältig - dennoch
steht sie vor Herausforderungen, wenn es um die Beteiligung junger Menschen mit
Migrationshintergrund geht. Nach dem Mikrozensus 2005 hat Baden-Württemberg
mit 25 Prozent unter allen Flächenländern in Deutschland den höchsten
Anteil an Menschen mit Migrationsgeschichte. Der Anteil von Kindern und Jugendlichen
liegt sogar darüber. Sie erfahren Bildungsbenachteiligung und sind auch
in den Strukturen selbstorganisierter Jugendarbeit unterrepräsentiert.
Ihre Integration ist eine zentrale gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur mit einer abgestimmten Integrationspolitik unter Einbeziehung aller gesellschaftlichen Gruppen erfüllt werden kann. Ihr Ziel muss es sein, allen jungen Menschen Mitbestimmung, gleichberechtigte Teilhabe an allen gesellschaftlichen Bereichen sowie ein eigenständiges Leben entsprechend ihren Kompetenzen und Ressourcen zu ermöglichen.
Der Landesjugendring übernimmt seinen Part an dieser Aufgabe und setzt auf folgende Ansatzpunkte:
- Die eigenen Strukturen hinterfragen und verändern
- Interessenvertretung junger Menschen mit Migrationhintergrund ausbauen
- Unterstützung von Projekten zur Stärkung der MigrantInnenjugendselbstorganisationen (MJSO) und zur Interkulturellen Öffnung der Mitgliedesorganisationen
- Verankerung von interkultureller Arbeit im Querschnitt der Jugendarbeit: Wir sehen Interkulturelle Kompetenz als Schlüsselqualifikation, die es bei allen Jugendlichen zu fördern gilt, um sie für ein Leben mit globalen Herausforderungen zu stärken.

