drei Menschen lesen eine Zeitschrift

Corona zum Trotz: Der Sommer kann kommen

Hygienemanager, Ausbruchsmanagement und trotzdem Spaß? Jugendverbände und -ringe in Baden-Württemberg machen das Beste draus

Stuttgart. Am kommenden Donnerstag starten die Sommerferien und damit auch die schönste Zeit des Jahres für viele Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg. Dass dieses Jahr viele Ferienfreizeiten-Angebote nicht wie gewohnt stattfinden können, dürfte nicht verwundern. Dass überhaupt Freizeiten stattfinden, ist dem unermüdlichen Engage­ment vieler Menschen zu verdanken, in den Jugendverbänden und -ringen, in Politik und Verwaltung.

Es gab viele Gesprächsrunden zur Klärung verschiedener praktischer Fragen bei der Umsetzung von Hygiene-Vorschriften und Ehrenamtliche mussten geschult werden. Nach dem Lockdown und Schulunterricht mit diversen Auflagen und Einschränkungen, ist es umso wichtiger, dass Kinder und Jugendliche nun eine unbeschwerte Zeit genießen können: „Die letzten Monate waren eine enorme Belastungsprobe für Kinder und Jugendliche und ihre Familien. Die täglichen sozialen Kontakte zu Gleichaltrigen entfielen, die Freizeit­gestaltung wurde massiv eingeschränkt. Jetzt zählt jede Ferienwoche, ja jeder Tag doppelt und dreifach. Für Kinder und Jugendliche ist es einfach enorm wichtig, freie Zeit mit Gleichaltrigen zu verbringen“, erklärt Reiner Baur, Vorsitzender des Landesjugendrings.

Die Ferienfreizeiten der Jugendverbände und -ringe werden von jungen Ehrenamtlichen organisiert und durchgeführt. „Den vielen tausend Ehrenamtlichen und den hauptamtlichen Kolleg*innen in der Kinder- und Jugendarbeit gilt mein ganz besonderer Dank. Ich bin unglaublich stolz, dass wir in den Jugendverbänden und Jugendringen unterm Strich in wenigen Wochen ein Corona-taugliches Alternativangebot auf die Beine gestellt haben. Auch wenn es bitter ist, dass nur ein knappes Drittel der Freizeitenplätze des Vorjahres angeboten werden kann“, so Baur weiter.

Den besonderen Anforderungen an Organisation, Hygieneschutz und Ausbruchsmangement (für den Infektionsfall) konnte nicht jedes Freizeitenkonzept entsprechen. „Aber vielerorts wurde große Energie investiert, um neue Angebote zu schaffen, die auch unter Corona-Bedingungen funktionieren. Es geht viel mehr, als wir vor zwei Monaten zu hoffen gewagt hätten. Allen Einschränkungen zum Trotz: der Sommer kann kommen“, sagt Baur.

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Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft von 33 Jugendverbänden auf Landesebene und von den Orts-, Stadt- und Kreisjugendringen. Er vertritt darüber hinaus die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg.

Verantwortlich: Reiner Baur (Vorsitzender)

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