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Update: Corona und die verbandliche Kinder- und Jugendarbeit

Umgang mit der Krise

Unsere Empfehlungen vom 16.3.2020 zum Umgang der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit mit der Corona-Pandemie sind durch die aktuellen Verordnungen der Landesregierung leider schon wieder hinfällig. Bitte haltet euch über die Entwicklung auf dem Laufenden: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/

Nach § 3 der Verordnung sind alle gängigen Aktivitäten der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit bis zu deren Außerkraftsetzung am 15.06.2020 untersagt. Im Übrigen wird vom Sozialministerium darauf hingewiesen, dass sämtliche Maßnahmen sowie ihre zeitliche Beschränkung im Hinblick auf die dynamische Entwicklung der Virusepidemie angepasst werden können und müssen.

Unserer Einschätzung nach müssen nun alle Aktivitäten mindestens bis Ende April abgesagt werden, da selbst im unwahrscheinlichen Fall der Aussetzung der Verordnung zum 19.4.2020 eine Durchführung von Veranstaltungen im April kaum realisierbar sind. Bitte bleibt wachsam, welche Aktualisierungen/Änderungen von der Landesregierung bekannt gegeben werden und handelt entsprechend.

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Die Vollversammlung am 25.4.2020 können wir nicht im üblichen Rahmen mit fast 100 Personen durchführen. Mehr Infos dazu findet ihr hier.

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Appelle an die Politik:

Update, 09.04.2020 Sozialminister Manne Lucha hat in einem Brief an den Landesjugendring "Unterstützung für Träger der Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit auf Landesebene im Geschäftsbereich des Sozialministeriums" zugesagt: Schreiben von Minister Lucha (PDF-Download).

Unsere Position "Unterstützung der KJA in der Corona-Krise!" findet ihr hier: www.ljrbw.de/positionen. Wir fordern: Die Strukturen der Jugendarbeit müssen durch kommunale Rettungsschirme vor Ort und überregional durch das Land mit der Aufnahme in bereits aufgespannte Rettungsschirme geschützt werden.

Der Landesjugendring Baden-Württemberg und 11 weitere Landesjugendringe haben am Mittwoch den gemeinsamen Appell „Unterstützung der Jugendarbeit in der Coronakrise“ an die Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesjugend- und Familienbehörden (AGJF) gesandt. Die AGJF hatte gestern eine Telefonkonferenz um die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) im Mai vorzubereiten, deren Vorsitzender 2020 der Sozialminister Baden-Württembergs Manne Lucha ist.

Außerdem hat der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) die Positionen „Gemeinsame Herausforderungen der Kinder- und Jugendarbeit in Krisenzeiten“ sowie Jugendpolitik im Ausnahmezustand“ beschlossen.

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Für die anstehenden Verhandlungen zu den im Appell genannten finanziellen Unterstützungsbedarfen bitten wir um eure Zuarbeit. Wem von euch droht kurzfristig bis 15.6.2020 die Zahlungsunfähigkeit aufgrund von Einnahmeausfällen, laufenden Betriebsausgaben und Stornokosten infolge der Coronakrise? Bitte stellt uns so detailliert wie möglich eure finanzielle Situation dar, damit wir mit konkreten Zahlen argumentieren können. Bitte per Mail an Jürgen Dorn: dorn@ljrbw.de

Bei den zu erwartenden Einbrüchen bei Teilnahmetagen von Jugendleiterlehrgängen und Seminaren, die etwa zur Berechnung der Förderung von Bildungsreferent*innen-Stellen bzw. Antragsvolumen in Folgejahren herangezogen werden,  hat das Jugendreferat des Sozialministeriums bereits signalisiert, dass eine  Regelung  getroffen werden soll, die den Einbußen durch die Sondersituation Rechnung trägt.

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