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Sie möchten in unseren Presseverteiler aufgenommen werden? Schreiben Sie an Karoline Gollmer
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Kontakt: Jochen Mack // Fon: 0711 16447-74, mack@ljrbw.de
Stuttgart. Zum Ende der Sommerferien fordert der Landesjugendring Baden-Württemberg eine bessere Unterstützung der Zeltlager, Stadtranderholungen und Sommerfreizeiten. Vorstandssprecherin Martina Krattenmacher: „In Baden-Württemberg sind tausende von jungen Menschen ehrenamtlich in den Ferien engagiert und investieren dabei in der Regel mehrere Wochen ihrer freien Zeit. Dieses großartige Engagement muss stärker unterstützt werden. Vor allem fordern wir eine Lohnersatzleistung für die Betreuer*innen, die unbezahlten Sonderurlaub in Anspruch nehmen. Es kann nicht sein, dass junge Menschen zu Beginn ihres Berufslebens auch noch auf Geld verzichten, um ehrenamtlich aktiv sein zu können. Das ist in anderen Bundesländern deutlich besser geregelt.“
Wer sich in Organisationen der Jugendarbeit ehrenamtlich z. B. als Freizeitbetreuer*in engagiert, hat Anspruch auf unbezahlten Sonderurlaub (Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes in der Jugendarbeit). Allerdings bedeutet das bei einer zweiwöchigen Ferienfreizeit, dass die Person auf die Hälfte ihres Monatsgehalts verzichtet. Bundesländer wie Hessen ersetzen den Engagierten das entgangene Gehalt. Dies führt dazu, dass sich auch Berufstätige gut in diese Form des Ehrenamts einbringen können. Martina Krattenmacher: „Hier muss das Ehrenamtsland Baden-Württemberg unbedingt nachziehen.“
Sommerfreizeiten werden erst durch das Engagement von mehr als 25.000 ehrenamtlichen Jugendleiter*innen in Baden-Württemberg möglich. Dort erleben die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen und die ehrenamtlichen Betreuer*innen aufregende und besondere Wochen und sammeln viele wichtige Erfahrungen. Nebenbei erleichtern sie den Eltern die Betreuung während der Sommerferien. Diese Arbeit muss nach Ansicht von Martina Krattenmacher besser gewürdigt werden: „Wir reden viel von Anerkennung des Ehrenamts, es fehlt aber an der Umsetzung. Und dabei werden insbesondere die Sommerfreizeiten zu wenig gesehen. Deshalb rufen wir die Politik auf, dieses überragende Engagement vieler tausender junger Menschen mehr wertzuschätzen.“
Der Vorstand des Landesjugendrings besuchte während der Sommerferien Zeltlager und Sommerfreizeiten gemeinsam mit Politiker*innen, um auf diese wichtige Form der Kinder- und Jugendarbeit aufmerksam zu machen. Dabei wurden viele kleine und großen Probleme sowie bürokratische Hürden angesprochen, bei denen die Politik die Arbeit der Ehrenamtlichen besser unterstützen kann. Neben der Lohnersatzleistung und einer besseren Anerkennung ging es auch um Jugendbildungsstätten und gemeinsame Übernachtungs- und Freizeitstätten für die Jugendarbeit sowie um die Förderung der verbandlichen Jugendarbeit auf Landesebene.
Jedes Jahr finden in Baden-Württemberg ca. 5.600 Sommerfreizeiten statt. Sie werden organisiert und durchgeführt von mehr als 25.000 meist jungen Ehrenamtlichen.
Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft von 32 Jugendverbänden auf Landesebene und von den Orts-, Stadt- und Kreisjugendringen. Er vertritt darüber hinaus die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg.
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Verantwortlich: Martina Krattenmacher (Vorstandssprecherin)