Wie unterstützen die GRÜNEN Baden-Württemberg junge Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, nachhaltig und wirksam?
Für die GRÜNEN Baden-Württemberg ist das Ehrenamt ein zentraler Pfeiler des gesellschaftlichen Zusammenhalts, gerade für junge Menschen, die Verantwortung übernehmen, Demokratie praktisch erleben und Gemeinschaft gestalten. Deshalb setzen wir uns dafür ein, junges ehrenamtliches Engagement nachhaltig zu unterstützen und wirksam anzuerkennen.
Ein wichtiger Baustein ist die Ehrenamtskarte, die landesweit eingeführt wurde und schrittweise ausgebaut wird. Sie schafft niedrigschwellige Anerkennung und macht Engagement sichtbar.
Ergänzend fördern wir gezielt Projekte und Programme, die junge Menschen an ehrenamtliches Engagement heranführen und bestehende Strukturen stärken, etwa im Rahmen der Engagementsstrategie Baden-Württemberg. Dazu gehören Qualifizierungsangebote für junge Engagierte, Modellprojekte zur Nachwuchsgewinnung in Vereinen und Verbänden sowie Unterstützungsangebote für Jugendinitiativen, Jugendverbände und selbstorganisierte Projekte. Auch Instrumente wie der Engagementnachweis Baden-Württemberg, der im Bewerbungs- oder Bildungsweg genutzt werden kann, tragen dazu bei, Engagement sichtbar und anerkannt zu machen.
Aus Grüner Sicht braucht Ehrenamt neben ideeller Wertschätzung auch konkrete, alltagstaugliche Vorteile, damit sich junge Menschen langfristig engagieren können. Dazu zählen insbesondere Vergünstigungen im Bereich Mobilität (z. B. Rabatte im ÖPNV oder bei Sharing-Angeboten), Kultur und Freizeit (ermäßigte Eintritte, Veranstaltungen) sowie perspektivisch digitale und administrative Erleichterungen. Diese Maßnahmen entlasten junge Engagierte ganz konkret im Alltag.
Vergünstigungen bei Mobilität, Kultur oder Freizeit senken Zeit- und Kostenaufwand und machen es leichter, Wege zu Sitzungen, Projekten oder Schulungen mit Schule, Ausbildung, Studium oder Arbeit zu verbinden. Digitale und vereinfachte Verfahren reduzieren Bürokratie und sparen Zeit, die sonst für Anträge oder Abrechnungen verloren geht. So bleibt mehr Raum für das eigentliche Engagement – ohne dass andere Verpflichtungen darunter leiden.
Wie wollen die GRÜNEN die Ehrenamtskarte/Juleica weiterentwickeln und mit attraktiven, landesweit gültigen Vorteilen stärken?
Die Ehrenamtskarte und die Juleica wollen die GRÜNEN gezielt weiterentwickeln und enger miteinander verzahnen. Unser Ziel ist eine flächendeckende, jugendfreundliche Lösung, die unabhängig vom Wohnort beantragt werden kann. Ehrenamtskarte und Juleica sollen landesweit gültige Vorteile bieten, insbesondere in den Bereichen Mobilität, Kultur und Freizeit. Juleica-Inhaber*innen sollen zusätzliche Anerkennung und praktische Erleichterungen erhalten, etwa durch Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr oder bei Freizeitangeboten.
Regionale Partner und Angebote vor Ort sollen eingebunden werden, um Ehrenamt sichtbar zu machen und lokale Wertschätzung zu stärken. So wird Engagement nicht nur symbolisch gewürdigt, sondern im Alltag konkret unterstützt.
Für welche konkreten Maßnahmen zum Bürokratieabbau setzen sich die GRÜNEN ein, damit junge Ehrenamtliche mehr Zeit für Engagement statt für Verwaltung haben?
Ein zentrales Anliegen der GRÜNEN ist außerdem der Abbau von Bürokratie im Ehrenamt. Junge Menschen sollen ihre Zeit für Projekte, Menschen und Ideen einsetzen können, nicht für Formulare. Deshalb setzen wir uns für vereinfachte und verständliche Antrags- und Abrechnungsverfahren ein, etwa bei Fördermitteln.
Digitale Prozesse, klare Zuständigkeiten und transparente Verfahren sollen den Aufwand deutlich reduzieren. Ergänzend wollen wir Beratung und Unterstützung ausbauen, zum Beispiel durch feste Ehrenamtsansprechpartner*innen in Stadt- und Landkreisen. Bürokratieabbau und eine Kultur der Anerkennung gehen für uns Hand in Hand, damit ehrenamtliches Engagement für junge Menschen attraktiv, machbar und wertgeschätzt bleibt.
Kurz gefasst: Die Grünen setzen auf vereinfachte digitale Verfahren, klare Zuständigkeiten und kommunale Beratung, damit junge Ehrenamtliche mehr Zeit für ihr Engagement statt für Verwaltung haben.